Spirituelle Psychotherapie
„Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein“ (Reinhard May) und
„Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupéry)
Jedes Problem, welches mich bedrängt, manifestiert sich in dieser Welt und kann natürlich u.U. seinen Ursprung in der jenseitigen Welt haben.
Jetzt gibt es eine wichtige Aussage Einsteins, die er vermutlich nur für die wissenschaftliche Welt formuliert hat, die aber auch ganz allgemein Gültigkeit hat: „Das Problem ist auf der Ebenen des Problems nicht zu lösen“. Das heißt mit anderen Worten, man muss die Ebene des Problems verlassen, wenn man wirklich eine dauerhafte, saubere Lösung erreichen will. Und das gilt auch für psychische Probleme. Und wo liegt die Problemebene? Nur auf der Verhaltensebene und in der sichtbaren Welt.
Und da bleibt die Schulpsychotherapie hängen, sie bemüht sich alles auf der Ebenen des Problems d.h. der Verhaltensebene zu lösen, sie kennt nichts anderes. Das erklärt ihren geringen Wirkungsgrad. Das Erstaunliche ist, verlässt man die Problemebene, lösen sich die Probleme fast von alleine. Das ist etwas, was sich der Verstand nicht vorstellen kann und die traditionelle Psychotherapie auch nicht. So etwas wird als Scharlatanerie abgetan und doch funktioniert es so. Alle, die den vorgeschlagenen Weg gegangen sind, können es bestätigen. So kann man verkorkste Elternbeziehungen oft in 20 Minuten lösen und in die bedingungslose Liebe zu Ihnen kommen, wenn die vorgegebenen Bedingungen eingehalten werden.
Worauf gute, dauerhafte Lösungen hinauslaufen, ist vereinfacht ausgedrückt, die Änderung der Sichtweise, des Blickwinkels oder der Ebenenwechsel. Mit letzterem ist gewöhnlich die nicht sichtbare Welt angesprochen. Das ist das offene Geheimnis, welches generell gesagt, viel zu wenig genutzt wird und bei mir oft zur Anwendung kommt. Das ist spirituelle Psychotherapie.
Eine andere Vorgehensweise, die der unpersönlichen Spiritualität zugeordnet werden kann, besteht in der Desidentifikation. Ein Problem entsteht immer dann, wenn ich mich mit etwas identifiziere, sei es mit meinem „Ich“ oder mit den Angriffen oder mit der Situation. Wenn ich diese Identifikationen löse, gibt es auch kein Problem mehr. Das wird in beeindruckender Weise von Stephen Wolinksy in seinem Buch (siehe unter „Weiteres und „Literatur“) ausgeführt.
Der Königsweg für viele besteht jedoch in der vertrauensvollen Hinwendung zu einem persönlichen Gott. In der Religion kommt der Glaube ins Spiel, der, wie schon erwähnt, nichts mit Vermutungen zu tun hat, sondern mit Gewissheit. Ich weiß mich geborgen in Gottes Hand und lebe mein Leben in der Gewissheit, dass alles, was passiert, zu meinem Besten ist. Das funktioniert natürlich nur, wenn ich mich ständig auf Gott ausrichte und wer macht das schon?
Der christliche Glaube besteht in dem Wissen, dass ich durch den Opfertod Jesu Christi erlöst worden bin, wenn ich mich ihm zuwende und meine Unvollkommenheiten (=Sünden) bereue. Er erfordert eine aktive Hinwendung zu Jesus und Gott und gipfelt in dem Wissen, dass mir nichts passieren kann, egal was passiert. Wie die bewusst gepflegte Hinwendung zu Gott aussehen kann, wird in dem Büchlein von Bruder Lorenz „Allzeit in Gottes Gegenwart“ (“siehe unter „Weiteres und „Literatur“) ausgeführt. Aus dem Glauben entstehen Vertrauen, Gewissheit und Kraft, auch schwierige Situationen zu meistern.
Egal welcher Richtung sie nachgehen, der gemeinsame Nenner ihrer erfolgreichen Umsetzung ist immer Üben, Üben und Üben….Sind Sie bereit dazu?
Das Gelingen ist allerdings an eine Bedingung geknüpft. Und die heißt beobachten ohne zu werten, fokussiert sein, Zentrierung. All das bewirkt eine Erweiterung des Bewusstseins. Und das ist schwer genug. Mit anderen Worten, den Erfolg auf diesem Weg bekommt man nicht geschenkt, sondern nur durch